Haibach und Frammersbach sind Bayernligameister
TVH profitiert von Rosenheimer Niederlagen / TuS-Mädels ließen Neugablonz keine Chance
Sowohl in Haibach als auch in Frammersbach knallten am Sonntag die Sektkorken: Während die „Hawischer“ die Bayernligameisterschaft der Männer feierten, wurde beim TuS der Bayernligatitel der Frauen bejubelt.
Bayernliga Männer: TV Haibach – TSV Schwebheim 2:3 (11:6, 9:11, 11:5, 5:11, 7:11); - NHV Schweinfurt 3:1 (11:5, 12:10, 6:11, 11:8)
Am Abschlussspieltag der Bayernliga zeigten sich die Haibacher zwar nicht von ihrer besten Seite, den Meistertitel feierten sie trotzdem. In der ersten Partie gegen Schwebheim sah im ersten Satz noch alles nach einem ruhigen Vormittag für Stadtmüller und Co. aus. In einem umkämpften Spiel konnte der TVH die entscheidenden Bälle nicht verwerten, sodass die Schwebheimer schließlich den ersten Matchball verwandelten. Obwohl man den Meistertitel nun eigentlich schon abgehakt hatte, wollte man den mitgereisten Fans wenigstens ein ordentliches Spiel gegen Schweinfurt bieten. Nach zwei Satzgewinnen schlich sich jedoch der Schlendrian in das Haibacher Spiel ein, sodass der TVH zwar noch einen Satz, nicht aber das Spiel abgab. „Heute konnten wir leider nicht an die Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen, dennoch blicken wir voller Zuversicht in Richtung Aufstiegsspiele,“ resümiert Angreifer Valentin Ehrhardt. Dann erreichte die junge Haibacher Mannschaft die freudige Nachricht aus Neugablonz: Rosenheim hat beide Spiele verloren. Damit schaffen die „Hawischer“ nach der letztjährigen Meisterschaft in der Nordbayernliga schon den zweiten Titelgewinn in Folge.
1.TV Haibach 36:18 Sätze / 22:6 Punkte, 2.MTV Rosenheim II 35:17 / 20:83, .TSV Schwebheim 30:27 / 18:10, 4.TSG Roth 32:22 / 16:12, 5.TSV Unterpfaffenhofen 32:23 / 16:12, 6.TV Neugablonz 26:29 / 12:16, 7.NHV Schweinfurt 20:35 / 8:20, 8.TV Hallerstein 2:42 / 0:28.
Bayernliga Frauen: TuS Frammersbach – TV Neugablonz 3:0 (11:9, 11:4, 11:5); - TSV Schwabniederhofen 3:0 (11:3, 11:4, 11:3). TV Haibach – TSV Schwabniederhofen 3:1 (9:11, 11:6, 11:6, 11:5); - TV Neugablonz 2:3 (11:8, 4:11, 11:9, 8:11, 7:11). – Rechtzeitig zum Saisonfinale lief der TuS Frammersbach zu Höchstform auf. Im niederbayerischen Schwarzach fegten die Spessarter den amtierenden Tabellenführer TV Neugablonz mit 3:0 vom Platz. Damit hatte der TuS punktemäßig auf die Allgäuer aufgeschlossen. Der TSV Schwabniederhofen hatte noch weniger Chancen gegen kompakt spielende Spessarter. Nach dem 3:0-Erfolg standen Eberle und Co. bereits als Bayernligameister fest. Zwar stand noch die Partie zwischen dem TV Haibach und dem TV Neugablonz aus und der Sieger zog mit Frammersbach gleich, doch aufgrund des guten Satzverhältnis war der TuS nicht mehr vom Platz an der Sonne zu verdrängen. „Heute hat zum ersten Mal in der Saison einfach alles gepasst. Mit so einer Leistung können wir zuversichtlich zu den Aufstiegsspielen fahren“, freute sich Trainerin Eva Keßler während der Meisterfeier auf der Skihütte. Diese Aufstiegsspiele zur zweiten Bundesliga verpasste der TV Haibach haarscharf. Zwar stellte zunächst der TSV Schwabniederhofen keine große Hürde da, aber das entscheidende Spiel gegen Neugablonz ging im entscheidenden fünften Satz verloren. Dabei begann das Spiel mit einem 11:8 Satzgewinn. Doch die Allgäuer kamen mit zunehmender Spieldauer immer besser ins Spiel. Haibacher entwickelte zu wenig Druck und ließ die nötige Konstanz im Abwehrspiel vermissen, so dass sich am Ende die Südbayern über die Vizetitel und die damit verbundene Qualifikation für die Aufstiegsspiele freuten.
1.TuS Frammersbach 38:14 Sätze / 22:6, 2.TV Neugablonz (N) 35:17 / 22:63, .TV Haibach 34:20 / 20:84, .DJK/FV Ursensollen 32:24 / 16:12, 5.DJK Schwarzach (N) 23:24 / 14:14, 6.TV 1860 Fürth (A) 17:36 / 8:20, 7.TSV Schwabniederhofen (N) 13:36 / 6:22, 8.TV 1848 Schwabach (N) 18:39 / 4:24.
Landesliga Nordwest Männer: TuS Frammersbach II – TV Eibach II 3:1 (8:11, 13:11, 11:5, 11:7). – Beim Abschlussspiel in Eibach ließ der TuS II nichts anbrennen und holte sich den Vizetitel. Die Bundesliga-Reserve fand gegen den Gastgeber nur schwer ins Spiel. Entscheidend war der nervenstarke 13:11-Satzgewinn im zweiten Durchgang. Die Partie kippte und Frammersbach hatte in den Sätzen drei und vier keine Mühen. „Das Wichtigste ist, dass wir jetzt in der Tabelle vor unseren „Freunden“ aus Oberndorf stehen“, freute sich Abwehrspezialist Christian Breitenbach. Ob der zweite Platz letztendlich zum Aufstieg berechtigt steht noch nicht fest.
TV Haibach II – ASV Veitsbronn II 2:3 (11:4, 8:11, 15:13, 13:15, 5:11), - TSG Roth II 3:0 (11:6, 11:3, 11:5). – Trotz des überraschenden Erfolgs gegen Meister TSG Roth II, muss der TV Haibach als Tabellenvorletzter absteigen. Roth agierte ohne Hauptangreifer Armin Held. Auch ein Erfolg gegen den ASV Veitsbronn II hätte dem TVH vermutlich nichts gebracht, da auch Veitsbronn als Drittletzter wahrscheinlich absteigt. „Das kommt immer darauf an wie viele Mannschaften von oben runter kommen“, erklärte Haibachs Kapitän Steffen Reichel. Reichel berichtete auch, dass im 5-Satz-Spiel gegen die Mittelfranken mehr drin gewesen wäre. Trotz guter Aktionen von „Altmeister“ Andre Gunkel musste sich Haibach geschlagen geben. Der Knackpunkt war der vierte Satz, als der Gastgeber in der Satzverlängerung die Möglichkeit zum Sieg vergab. „Veitsbronn hat unsere Schwachstellen gut erkannt und ich habe in der Mitte auch schlecht reingelangt“, zeigte sich Reichel selbstkritisch.
1.TSG Roth II (N) 30:11 / 20:4, 2.TuS Frammersbach II 29:14 / 18:63, .TV Schweinfurt-Oberndorf II (N) 30:17 / 18:6, 4.TV Eibach 03 II (N) 22:22 / 10:14, 5.TSV Cadolzburg (A) 17:23 / 10:14, 6.ASV Veitsbronn II 13:32 / 4:20, 7.TV Haibach II (N) 10:32 / 4:20, 8.TSV Weißenburg 0:0 / 0:0.

